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MS „Ostfriesland“ fit für die neue Saison

Rechtzeitig zur Saison nimmt die Aktien-Gesellschaft „EMS“ auf der MS „Ostfriesland“ den neu gestalteten Salon „Waterdelle“ wieder in Betrieb. Nachdem der Fahrgastraum im Anschluß an die jährliche Werfzeit  im laufenden Betrieb renoviert wurde, zeichnet sich der Salon durch freundliche Sitzecken im Lounge-Stil in den Farben Nussbaum und Maisgelb sowie Nussbaum-Holzdekoren aus. Nachdem hier früher eine lose Bestuhlung vorgehalten wurde, werden nun vom Theken-Charakter bis zum runden Tisch im Salon verschiedene Sitzanordnungen mit insgesamt 144 Sitzplätzen geboten. Aus Sicherheitsgründen wurden spezielle Materialien gewählt, die u.a. schwer entflammbar sind.

Im Zeitalter der Mobilität wurden ergänzend 41 Steckdosen für den Betrieb von Laptops oder Notebooks eingebaut. Weiterhin besteht die Möglichkeit auf sechs großen Bildschirmen im Bedarfsfall zum Beispiel Fußballspiele live zu übertragen. Im Regelbetrieb werden hier jeweils durch Kameras Direktübertragungen von Backbord- und Steuerbordseite gezeigt. Als Kontrast zur modernen Ausstattung wurden zur Dekoration sechs historische Aufnahmen im Großformat vom Dampfschiff „Rheinland“ aus den 1920er Jahren im Raum positioniert.

Im laufenden Schiffsbetrieb wurde der ehemalige „Rauchersalon“ zum freundlichen Nichtrauchersalon umgestaltet. „Die Erfahrung zeigte, dass an stark frequentierten Tagen der Rauchersalon nicht mehr entsprechend frequentiert bzw. sogar gemieden wurde,“ so Dr. Bernhard Brons, Vorstand der AG Ems. „Im vergangenen Jahr hatten wir unseren stärksten Tag mit mehr als 1000 Fahrgästen im Oktober – im Rauchersalon nahmen ganze 15 Personen Platz,“ so Brons weiter. Dies war für die Reederei ausschlaggebend, in der Flotte die „Rauchersalons“ gänzlich aufzugeben und einen Zugewinn an Sitzmöglichkeiten zu haben. Raucher haben nunmehr die Möglichkeit die Außen-Seitendecks zu nutzen. Die Renovierung des Salons kostete rund 200.000 Euro.

Weiterhin wurde an Bord ein neues Rettungsmittelsystem nach europäischem Standard installiert. Statt vieler kleiner Einheiten mit bis zu 25 Personen wurde ein neues System mit acht  plus zwei großen Rettungsinseln eingebaut, die je bis zu 150 Personen bzw. 100 Personen Platz bieten. Die neuen Rettungsinseln werden per Rutschen erreicht, die auch auf den großen Kreuzfahrtschiffen und vielen Flugzeugen verwendet werden. Weiterhin wird ein neues Rescue-Boot für die Evakuierung eingesetzt. Für die Sicherheit an Bord wurden rund 380.000 Euro investiert.

Ein im Winter angekündigter Ausbau einer Heckschürze hat dazu geführt, dass zum einen von den Seiten keine Luft mehr an die Propeller dringen kann, so dass die volle Leistung ins Wasser gebracht wird. Daraus resultierend konnten nun mehr als 100 t Ballast-Wasser eingespart werden, die u.a. eine Verringerung des Tiefgangs bewirken. Dieses bringt den gewünschten Effekt, die gleiche Leistung mit weniger Treibstoffeinsatz erbringen zu können. Der Umbau kostete rund 85.000 Euro. Weitere kleinere Umbauten an Deck sowie jährliche Wartungsarbeiten an Maschine und Getrieben führten zu einer Gesamtinvestition von über 1 Mio. Euro.

Aktien-Gesellschaft „EMS“
Emden, 19. Mai 2010

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